Verteiltes Dateisystem GlusterFS

Durch den Post vom vom 12.01.2009 / http://www.netz-guru.de/2009/01/12/die-ultimative-e-mail-losung-the-ultimate-e-mail-solution/ und die Kommentare darauf angeregt, habe ich versucht das gleiche Setup auch ohne dbmail zu versuchen. Sirko hatte in seinem Kommentar erwähnt, dass man mit einem verteilten Filesystem auch so einen Mailcluster betreiben kann. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir eigentlich nur DRBD als einziges Filesystem bekannt, welches maximal 2 Nodes zu einer Art Netzwerk-RAID1 verbindet.

Gänzlich unbekannt war mir bis heute jedoch GlusterFS, welches ebenfalls ein verteiltes Filesystem über das fuse-Modul bereitstellt. Hier hat man jedoch keine Limitierung auf max. 2 Nodes. GlusterFS bietet Automatic File Replication auch über mehr als 2 Nodes. Weiterhin kann man mit Unify mehrere RAID1-Knoten zu einem einzigen FS zusammenfassen. GlusterFS bietet noch mehr Möglichkeiten, hier mal ein Überblick:

Mit einem Setup wie unter “Distributed Replicated Storage” beschrieben, lässt sich so ein gemeinsammes /var/spool für die Mailserver generieren. Die Konfiguration der Server kann man dann entweder in einer Datenbank oder LDAP ablegen, oder man verwendet die vom MTA vorgegebenen Konfig-Files, diese kann man auch auf einem verteiltem Filesystem speichern.

Den Source für GlusterFS kann man sich hier downloaden:

http://europe.gluster.org/glusterfs/2.0/LATEST/

Die Entwickler empfehlen ausserdem ein gepatchtes fuse-Kernel-Modul, welches GlusterFS erheblich beschleunigen soll:

http://europe.gluster.org/glusterfs/fuse/

Das Setup an sich ist relativ einfach. Unter Debian Etch fuse-Source entpacken, ./configure –enable-kernel-module –prefix=/usr  && make && make install && ldconfig

Dann glusterfs entpacken und ./configure –with-fuse=/usr/src/pfadzufuser &&  make && make install

Konfigurationsbeispiele gibt es unter www.gluster.org. Es sind auch kombinierte AFR,Stripe,Unify Filesysteme möglich, allerdings ist das Setup dann etwas komplizierter.

Weiterhin bietet GlusterFS neben normalem TCP/IP  auch direkte Verbindung über Infini-Band an. Auch redundante Verbindungen zur Storage werden unterstützt. Die Maximale Größe des Filesystems kann bis zu mehrere Petabytes betragen.

Möchte man viele kleine Dateien in glusterfs speichern, so kann glusterfs diese im DBD Berkeley DB Format speichern.

GlusterFS ist unter der GNU GPL v3 lizenziert.

Weitere Infos zu GlusterFS gibts auch bei der Wikipedia.

3 thoughts on “Verteiltes Dateisystem GlusterFS

  1. Anmerkung: drbd ist filesystem. Es kennt nur Blöcke, die repliziert werden. Erst das in der drbd verwalteten Partition verwendete Dateisystem entscheiden über die Möglichkeiten von active/passive oder active/active Zugriffe auf die Partitionen in den Knoten. All die bekannten Kandidaten aus dem Linuxbereich (ext2-4, xfs, etc.) können ausschließlich active/passive genutzt werden, da diese keine konkurierenden Zugriffe in dem selben Dateisystem vorsehen. Tut man das trotzdem, shreddert man sich gekonnt das Dateisystem.

    Just my 2 cent.

  2. Anmerkung: drbd ist KEIN filesystem.

    Sorry. Das Wort KEIN ist verschütt gegangen.

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